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Fließgewässer im Einzugsgebiet > Biologie > Fischfauna > Steckbrief Bachforelle

Die Bachforelle

Bachforelle Zeichnung Vorkommen: Forellenregion, sauberes, kaltes, sauerstoffreiches Wasser,
Status: gefährdet, (durch Gewässerverunreinigung, Verbau der GEwässer, Konkurrenz durch Besatz der nicht einheimischen Regenbogenforelle)

s. Bild rechts: Bachforelle (Salmo trutta),
Bildquelle: NATIONAL CONSERVATION TRAINING CENTER-PUBLICATIONS AND TRAINING MATERIALS

 

Lebensraum

Im Unterschied zu den Meerforellen, die in küstennahen Zonen des Nordatlantik besiedelt und zum Ablaichen in die Fließgewässer wandert, und den Seeforellen, die in sauerstoffreichen Seen Skandinaviens, der Britischen Inseln und der Voralpen lebt, bleibt die Bachforelle stets in den Oberläufen der Gewässer.

Forellen brauchen eine Mindestwasserhöhe des Gewässers von ca 20 cm. Die Durchgängigkeit eines möglichst langen Gewässerabschnittes ist erforderlich, um das Wandern zu ermöglichen. Denn sie triften mit der Strömung ab und müssen wieder zurückwandern können.
Kleinere Sohlabstürze sind in der Regel kein Problem, größere - auch natürliche - Abstürze können zu unüberwindbaren Hindernissen werden.
Forellen leben in sommerkühlen, sauerstoffreichen und vielgestaltigen Gewässern mit überwiegend kiesiger Sohle, in der sie auch Ruhebereiche finden können.
Die Sohlenbeschaffenheit muss Eiablage und Entwicklung ermöglichen. Gut sind deshalb für Forellen möglichst sandfreie, geröll- und kiesreiche Rauschen, die Sauerstoff in das Gewässer bringen.

Die Nahrung der Bachforelle

Kleine Forellen ernähren sich noch von Kleinorganismen wie Wasserflöhen und -asseln, später von Wasserinsekten, Schnecken und Bachkrebsen. Als Erwachsene fangen sie andere, kleinere Fische.

Hindernisse für die Forellen

Hindernisse sind alle größeren Sohlenabstürze, die das Wandern behindern. Ausserdem sind Verrohrungen ein Problem, wie sie in fast allen Siedlungsbereichen vorkommen, aber auch Durchlässe wie Rohre und Brücken unter Verkehrswegen, sofern sie einen geringen Durchmesser und kein naturnahes Sohlensubstrat haben.
Desweiteren sind geringe Pegelstände für Forellen problematisch - kommen allerdings in den zunehmend heißen Sommern immer öfter vor.

Ein häufiges Wanderhindernis sind Fischteiche, die im Hauptschluss liegen, d.h. die den Durchgang des eigentlichen Gewässers blockieren. Besser sind da Teiche im Nebenschluss, die durch Ableitungen vom Hauptgewässer über einen künstlichen Kanal gespeist werden.
 
Aber Hindernisse im Querprofil sind nicht nur ein Problem für Wanderung der Fische. An solchen Stellen wird auch Kies und Geröll zurückgehalten, das natürlicherweise im Gewässer von der Quelle abwärts langsam transportiert wird. So verarmen Bäche an grobem Material in der Sohle, was für Forellen wiederum schlecht ist. Verschlammungen und Versandungen sind für Fische ungünstig.

Gefährdung durch Begradigungen

Sie führen zu einer Verarmung von Kleinstandorten im Gewässer. Bei stärkeren Regenfällen kommt es zu beschleunigter Strömung und zum Fortreissen von Sand, Kies und Geröll, das an anderen Stellen aufgehäuft wird. Begradigte Bäche sind meist monoton und weisen nicht die Kleinstbiotopvielfalt auf, die geschlossene Nahrungsketten und Artenreichtum entstehen lassen.
Schlecht ist auch eine Nutzung bis zum Gewässerrand: In intensiver Landwirtschaft ist oft kein Platz für Gewässerrandstreifen, beschattende Gehölze und eine intakte Aue, die bei Hochwasser überschwemmt werden kann. Die Gewässer sind häufig monoton, eingetieft, befestigt oder verbaut, unbeschattet und nicht selten die Ufer von Viehtritt beschädigt.

 

 

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